Lira Brauerei - Information zum Thema Heimbrauen und Bier

Willkommen bei brauhaus-lira.de der Seite über Heimbrauen und Bier. Was kann man alles so aus den Hauptzutaten: Wasser, Malz, Hopfen und Hefe, zu Hause leckeres herstellen? Wie braue ich mein erstes Bier - wie kann ich die Vorgänge optimieren, verfeinern und auch mal mit natürlichen Zutaten jenseits vom deutschen Reinheitsgebot Bierbrauen?

Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Kirschbier? Oder Johannisbeerbier? Oder einem leckeren Korianderbier?

Das alles und viel mehr ist natürlich zu Hause im eigenen Kochtopf möglich!

Sommerpause

Jetzt habe ich in den letzten Wochen meine Brauaktivitäten erstmal etwas runtergefahren. Unter anderem auch, weil die Temperaturen in meinen "Lagerräumen" mir doch zu hoch erschienen. Da es nun aber doch langsam in Richtung Herbst auch abkühlt, kann ich bald wieder mit dem Brauen beginnen.
Berichte folgen natürlich wie immer.

Alkoholgehalt

Der Alkoholgehalt wird in Volumenprozent angegeben. Früher war es üblich den Gehalt auch in Gewichtsprozenten anzugeben. Für uns Heimbrauer ist der Alkoholgehalt mit normalen Mitteln nicht so einfach zu bestimmen. Einen Näherungswert kann man bestimmen wenn man den Vergärungsgrad des Bieres abschätzen oder messen kann und die Stammwürze des unvergorenen Bieres kennt. 
Letztendlich kann man aber ja auch die Angabe des Alkoholsgehalts beim Heimbrauen vernachlässigen. Wir unterliegen als Heimbrauer ja schliesslich keiner Auszeichnungspflicht.

Rauchbier

Das bekannnteste Rauchbier ist wohl das Bamberger Schlenkerla. Die Besonderheit dieses Biertyps ergibt sich aus dem über Holz gedarrtem Malz. Was in früheren Zeiten sicherlich normal war. Das Rauchbier bekommt davon seine besondere Note, die etwas an Schinken oder geräuchertes Fleisch erinnert. Beim ersten Verkosten kann dieser Geschmack etwas verwirren, man kann aber durchaus Gefallen daran finden. Für uns Heimbrauer ist das Rauchmalz noch nicht allzu lange verfügbar. Allerdings ist es heutzutage bei den besseren Heimbraushops wohl vorhanden. Wenn man eine Bezugsquelle entdeckt hat ist es in jedem Fall einen Brauversuch wert. Die Schüttung sollte allerdings beim ersten Versuch nicht über 25% liegen. Wenn man diesen speziellen Geschmack aber mag, kann man es auch mit etwas größeren Anteilen versuchen.

Kühlbox selbstgebaut - Der Styroporsarg

Als Heimbrauer hat man ja immer wieder Lust zu basteln und zum Experimentieren. Als die Kapazität meines Braukühlschrank ständig zu gering war, kam ich auf die Idee mir eine Kühlkiste zu bauen.

Also besorgte ich Baumarkt einige Styroporplatten und zimmerte daraus einen "Sarg". Die Kühlung erfolgte über Kühlakkus in einer abgtrennten Kammer. Über einen ausgemsuterten PC-Lüfter sorgte ich für einen Luftstrom der kalte Luft in den Lagerraum blies. Als eine Art Thermostat kam ein Conrad C-Control Minicomputer mit einem angeschlossenen Temperaturfühler zum Einsatz. Den hatte ich mir eigentlich mal für andere Zwecke besorgt. Die Kühlleistung war gar nicht mal schlecht. Größtenteils bis zu 10° Celsius unter Raumtemperatur.

Heimbrau Kühlbox selbstgebaut Styroporsarg

Am Ende scheiterte das Projekt natürlich daran, dass ich so ungefähr alle 24 Stunden natürlich neue Kühl Akkus nachlegen musste. Und so hatte ich einen anderen Engpaß entdeckt: Der Gefrierschrank war dann natürlich nicht mehr mit Pizza befüllt, sondern mit meinen Kühlakkus. Und die Energieeffizienz war wahrscheinlich auch nicht gerade A++.

Trotzallem hat es aber natürlich Spaß gemacht die Kiste zu bauen und den kleinen Minicomputer zu programmieren. Ich konnte dadurch sogar ein Temperatur-Protokoll erstellen.

Hopfenanbau im eigenen Garten

Ein interessantes Gebiet, auf welches man als Heimbrauer irgendwann stößt, ist der eigene Hopfenanbau. Vor etlichen Jahren hatte ich auch einige Versuche unternommen. Nach dem im ersten Jahr nicht allzu viel passierte, waren im zweiten und dritten Jahr die Hopfenpflanzen schon recht erstaunlich gewachsen. Speziell im frühen Sommer konnte man fast täglich ein enormes Wachstum bewundern. Als Ergänzung zum Brauen macht es sicherlich Spass einige Anpflanzungs Versuche zu unternehmen. Nachteil ist allerdings, dass man ja keine Analyse Werte der Hopfendolden hat. So ist es natürlich etwas Glück wenn das fertig gebraute Bier in der Bittere dem geplanten Erwartungen entspricht. Nach einigen Jahren hatte ich dann allerdings aus Zeitgründen meine Hopfen-Pflanzerkarriere beendet. Hier einige Fotos aus dem zweiten Jahr der Anpflanzung. Leider habe ich damals nicht die Hopfensorte erfahren. Als Bezugsquelle bin ich damals auf Fabio Cani gekommen, der mir die kleine Hopfenfechser zugesandt hatte.

Hopfen im eigenen Garten

Hopfenplanzen im eigenen Garten

Hopfen im eigenen Garten

Hopfen an der Hauswand

Selbstangebauter Hopfen

Hopfenernte im eigenen Garten

Brautag: Doppel-Weizen, Hopfenseihen und Gärung

Refraktometer BrixWeiter gehts nach dem Abkühlen der Würze mit dem Anstellen, sprich mit dem hinzufügen der Hefe. Zuvor verdünne ich noch die Würze auf meine geplante Stammwürze von 12,6° einzustellen. Diesmal kommt auch mein neues Refraktometer zum Einsatz. Die Würze teile ich ungefähr in zwei Hälften auf um mit den zwei verschiedenen Hefen zu vergären. Der eine Sud wird vergoren mit der Danstar Munich der andere mit der Fermentis Safbrew WB-06. Ich bin mal gespannt welchen Charakter die jeweiligen Biere haben.

Brautag: Doppel-Weizen, Maischen, Läutern und Würzekochen

Weizenmalz ungeschrotet

Diesmal gibts Weizen im Doppelpack. Da ich mal zwei Weizenbier Trockenhefen ausprobieren wollte, habe ich mich entschlossen einen großen Sud zu brauen und in zwei Chargen zu vergären.

Läuterbottich mit Kupferrohrboden

Ich habe mich für die Trockenhefen Danstar Munich und Fermentis Safbrew WB-06. Dazu musste ich natürlich meine Sudgröße auch etwas erhöhen und so entschloß ich mich meinen alten Läuterbottich mit Kupferrohrboden zu verwenden.

Läuterbottich Kupferrohrboden Drainage

Bei diesem Sud hatte ich dann auch eine Gesamtschüttung von 6,25 kg Malz. Die Schüttung setzt sich zusammen aus: 2,5 kg Pilsener Malz, 1,75 dunkles Weizenmalz und 2 kg helles Weizenmalz.

Eingemaischt Weizenbier Weizenmalz

Um 16 Uhr habe ich eingemaischt. Um den Weizenbiercharacter zu verstärken habe ich die erste Rast bei 42°C besonders betont.

Um 19 Uhr konnte ich dann abläutern. Wie immer war ich wieder begeistert wie klar die Würze, im Gegensatz zur Windelmethode, abläuft. Faszinierend, wenn man bedenkt, das als Filter nur das Malzschrot selber dient. Um 23:30 Uhr began das Würzekochen. Zum Kochbeginn gab ich 20g Tettnanger Hopfen hinzu. Am Ende des 90 minütigen Kochens kam dann nochmal 18g Tettnanger Hopfen hinzu.

Refraktometer

Nun endlich ist es soweit: Das Refraktometer ist einsatzbereit. Dann kann ich die nächste Sude noch besser ausmessen. Vor allen Dingen sparsamer: Mit der Würzespindel gehen ja doch immer so gute 200ml pro Messung verloren. Mit dem Refraktometer reichen ein paar Tropfen. Ein Refraktometer ist ein technisches Hilfsmittel mit dem der Zuckergehalt von durchscheinenden Flüssigkeiten bestimmt werden kann.

Mit der Digitalkamera ist mir dieser Schnappschnuß durchs Okular des Refraktometers gelungen:

Blick durch das Refraktometer

 

Alkoholproduzent oder Künstler?

In den verschiedenen Heimbrauforen entdecke ich immer wieder die zwei verschiedenen Typen Hausbrauer. Die einen achten nur darauf wieviel Alkoholgehalt das Selbstgebraute nun wohl hat und wie man diesen steigern kann. Den anderen geht um den Geschmack und das besondere... eben die Kunst des Brauens. Es ist immer wieder komisch die Fragen zu lesen "Wieviel Alkohol hat den nun mein Selbstgebrautes" oder "was muß ich tun um mein Bier noch alkoholischer zu brauen". Da sträuben sich mir schon manchmal die Nackenhaare. Nichts gegen ein belgisches Duvel oder ein kräftiges Trappistenbier. Die Alkoholstärke sollte aber nicht der wichtigste Aspekt beim Heimbrauen sein. Aber das ist ja das schönste beim Heimbrauen: Jeder kann ja das brauen was er mag! Ich selber werde jedenfalls bald mal wieder ein Witbier nach belgischer Art brauen. Das hat recht wenig Alkohol und ist im Sommer herrlich erfrischend.

Neuigkeiten aus der Lira Brauerei

Demnächst wird die Stammwürze und der Vergärungsgrad in der Lira Brauerei nicht mehr mit der Würzespindel gemessen, sondern mit einem Refraktometer. Wir dürfen gespannt sein. Vorteile: Man braucht nur ein Tropfen vom kostbaren Naß. In guten 10 Tagen wird es hoffentlich von dem Heimbraushop meines Vertrauens geliefert.
 

Halb Bier, halb Champagner

Beim Stöbern im Netz entdeckte ich ein spannendes Bier namens Sylter Hopfen, das mich von der Beschreibung her ein wenig an das belgische Geuze erinnert. Sehr interessant ist, dass wohl Hopfen verwendet wird, der auf der Insel Sylt wächst. Bei der Gärung arbeitet zuerst eine Bierhefe, später zur Flaschengärung eine eigens gezüchtete Champagnerhefe. Nun dann, da muss man sich wohl mal eine Flasche zum Probieren schicken lassen.
Sylter Hopfen

Bier Geocoin

Bier Geocoin

Was ist eine Geocoin? Kurz gesagt ist es eine Münze die man beim GPS-Spiel Geocaching verwendet. Geocaching ist eine Art moderne Schnitzeljagd. Leute auf der ganzen Welt suchen sogenannte Caches, also kleine Verstecke, die man mit dem GPS Gerät aufspürt. Die Geocoins wiederum werden von den Cachern (Spielern) von Cache zu Cache transportiert. Auf der Geocaching Webseite kann man die zurückgelegte Strecke der Coin verfolgen.

Mehr Infos am besten direkt bei www.geocaching.com oder auch www.geocaching.de oder der Fanseite cache-test-dummies.de

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